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Informationen zu meiner Motorradreise nach dem Pilgern in Spanien

Donnerstag, 05. Juni 2014

Da ich zum Mittagessen bei Domi (Schwester unser langjährigen B&B Gastgeberin in St. Chaptes in der Provence) in Parempuyre, etwas ausserhalb von Bordeaux, erwartet wurde, gab es früh Tagwache. Nach dem Morgenessen verabschiedete ich mich von Rita und Hans und fuhr um 0815h Richtung Norden. Ich wollte ja noch bei der Pyladüne vorbei. Der Campingplatz “la Dune” gibt es immer noch. Der Platz, wo vor 40 Jahren unsere Campingbus stand, ist jetzt aber vom Sand der Düne eingenommen worden, denn diese verschiebt sich zwischen 1 bis 5 m pro Jahr Richtung Landesinnere. Kurz nach 1100h fuhr ich weiter Richtung Bordeaux und Parempuyre. Dort wurde ich von Domi herzlich empfangen und nach dem ersten Gedankenaustausch gab es ein feines Mittagessen, welches natürlich mit Käse und Früchten abgeschlossen wurde. Nach dem Austausch von vielen Erinnerungen an die zu früh verstorbene Schwester genehmigten wir uns ein Bad im Swimmingpool. Vier Wochen hatte ich die Badehose spazieren gefahren nun konnte ich diese endlich einsetzen. Wir verbrachten einen gemütlichen Abend und planten den Besuch in Bordeaux von Morgen. Tageskilometer:183 km - Total 4245 km

Freitag, 06. Juni 2014

Der Besuch in Bordeaux startete um 1015h. Wir fuhren mit Domi’s kleinem Ford KA in die Stadt. Domi war eine gute Führerin und ich konnte viel von Bordeaux sehen. Es gibt viele schöne Plätze, breite Strassen und sehr viele alte Häuser, welche fast alle renoviert sind, zu sehen. Gegen 1300h nahmen wir das Mittagessen in einer Brasserie beim Place Gambetta ein. Nach dem gemütlichen Essen starteten wir eine 2. Besichtigungstour zu Fuss und anschliessend mit dem Auto. Wir kehrten gegen 1630h nach Parembuyre zurück, wo ein erfrischendes Bad im Pool anstand. Eine kleine Siesta an der Sonne folgte noch vor dem Nachtessen. Die Temperatur knackte heute die 30er Marke. Tageskilometer: 0 km - Total 4245 km

Samstag, 07. Juni 2014

Grundsätzlich war für heute nochmals ein etwas ruhiger Tag angesagt. Die letzte Nacht zogen mehrere Gewitter über die Gegend. Wie gewohnt gab es gegen 0900h Frühstück. Danach gingen wir  zum Markt in Blanquefort, einem Nachbardorf Richtung Bordeaux. Domi kaufte frische Meeresfrüchte zum Mittagessen ein. Als diese im Kühlschrank waren fuhren wir nach dem Port de Lagrange, einem Ortsteil von Parempuyre. Dort war eine Ausstellung von hiesigen Künstlern. Ich lernte sogar die Bürgermeisterin von Parempuyre kennen. Der Ortsteil ist an der Gironde gelegen und sehr romantisch. Die Ausstellung war nichts besonderes und wir kehrten mit einem Abstecher zu einem Château nach Hause zurück. Der Rest des Tages verbrachten wir mit dem üppigen Mittagessen begleitet von Champagner, einer Siesta am Pool und der Planung meiner weiteren Reise. Tageskilometer: 0 km - Total 4245 km  

Pfingstsonntag, 8. Juni 2014

Endlich Sommer. Heute konnte ich kurz vor 1000h von Domi Abschied nehmen und in Sommerkonfiguration (ohne Funktionsunterwäsche, ohne Pullover, ohne Windschutzeinlage mit Sommerjacke und zurückgekrempelten Ärmel) losfahren. Erstes Ziel war die 1155h Fähre nach Royan zu erwischen. Durch die vielen Rebberge des Médoc fuhr ich nordwärts. Wieso die vielen Weinschlösser auf der Karte nicht als Schloss eingetragen sind, wurde mir bald klar. Es sind “nur” Herrschaftshäuser, nicht ohne Reiz, aber keineswegs das, was wir unter einem Schloss verstehen. Ich erreichte die Fähre zeitgerecht. Das Einschiffungsprozedere ist schon etwas komplizierter als bei der Zürichsee- oder Bodenseefähre. Pünktlich um 1155h lief die Fähre aus. Ich war vom Wellengang durch die Dünung überrascht und war froh, als wir nach 30 Minuten in Royan anlegten. Die vielen Motorräder, welche einen besonderen Platz auf dem Schiff hatten, konnten als Erste wieder an Land. Ich fuhr durch Royan und dann der Küste entlang. Das nächste Ziel war der Leuchtturm von Chassiron, ganz aussen von der Insel Oléron. Gegen 1300h machte sich ein Hungergefühl bemerkbar. Ich ging in ein Strandrestaurant. Ich hatte nicht bemerkt, dass dies ein Spezialitätenrestaurant für Meeresfrüchte war. Da ich erst gestern Meeresfrüchte genossen hatte, entschied ich mich fürs Menü. Tomaten mit Mozzarella, Reis mit Kabeljau, Glacéparfait und ein Espresso. Der Service dauerte und dauerte und dauerte. Ich konnte erst um 1445h weiter fahren. Kurz nach 1600h erreichte ich den Parkplatz beim Leuchtturm. Es hatte nicht nur dort sehr viele Leute, sondern auch am Meer entlang. Jeder wollte ans Meer und den schönen Pfingstsonntag geniessen.  Um 1700h verliess ich den Leutturm ohne nicht vorher noch Karten zu schreiben. Nächstes Ziel war La Rochelle, wo ich übernachten wollte. Gegen 1900h erreichte ich La Rochelle und begann ein Hotel zu suchen. Ich fand ein Hotel in der Nähe des Alten Hafens. Duschen, Fotos hochladen, mit Uschi skypen und dann ab in die Altstadt. Ein richtiger Sommerabend in La Rochelle, einer Hafenstadt mit viel Ambiente. Ich genoss den Abend und weil ich bald die Meeresnähe verlassen werde, entschied ich mich nochmals für Moules. Ein Spaziergang entlang des Hafens, durch einige Gassen und entlang der Befestigungsmauer beendete den Abend. Tageskilometer: 270 km - Total 4515 km  

Pfingstmontag, 9. Juni 2014

Eigentlich war ich heute früh bereit zur Abfahrt. Aber ich wollte zuerst auftanken. Dass dies an einem Pfingstmontag nicht einfach werden sollte, erfuhr ich erst in der folgenden Stunde. Zuerst suchte ich die Küstenstrasse und dann eine Tankstelle. Erst beim dritten Anlauf hatte eine Tankstelle geöffnet oder war mit Kreditkarte bedienbar. So wurde es fast 1030h bis ich Richtung Les Sables d’Olonne losfahren konnte. Eigentlich habe ich mir von der Küstenstrasse mehr erwartet. Aber ich fuhr statt am Strand entlang durch Dutzende von Ferienorten. Gegen 1230h erreichte ich Les Sables d’Olonne. Ich machte eine gute Stunde Pause und genoss zum letzten Mal den Geruch von Seegras und das Rufen des Seemöwen. Mit einer Personenfähre setzte ich im Hafen auf die andere Seite, so dass ich beide Seiten des Ortes gesehen habe. Gegen 1345h gab ich dem Navi den Befehl: Auf nach Saumur. Die Routenwahl war optimal. Nur ein Problem, es gab überhaupt keine offenen Bars oder Restaurant. Zum Glück hatte ich noch eine Flasche Mineralwasser von Domi bei mir. Mal Hauptstrassen, mal Nebenstrassen. Ich kam gut vorwärts weil Geschwindigkeitseinhaltung hier ein Fremdwort ist und war kurz nach 1600h in Saumur. Hotel dank Booking.com schnell gefunden. Nach dem Duschen und Skypen werde ich die Altstadt und das Schloss noch besichtigen. Tageskilometer: 317 km - Total 4832 km (Auf dem Tacho um 1500h 5000 km)  

Dienstag 10. Juni 2014

Heute war der erste Tag der Besichtigung von Loireschlössern. Gegen 0930h verliess ich Saumur und hatte nach einem kleinen Umweg bereits bei der 2. Tankstelle Glück - sie war offen. Vollgetankt fuhr ich Richtung Chinon. Da ich die Festung Chinon nicht besichtigen wollte, cruiste ich über die Brücke um von der anderen Flussseite das ganze Burgschloss sehen zu können. Gleichzeitig konnte ich die Regenjacke anziehen, denn es begann leicht zu regnen. Nach ein paar Fotos fuhr ich weiter Richtung Ussé. Auch dort wollte ich nur ein paar Fotos schiessen, damit ich gegen Mittag in Azay-le-Rideau war. Kurz nach 1100h war ich dort und nahm mir über eine Stunde Zeit für die Schlossbesichtigung mit einem Audioguide. Nächstes Ziel war Villandry. Vor der Schlossbesichtigung genehmigte ich mir ein Sandwich. Wieder mit einem Audioguide ausgerüstet besichtigte ich Schloss und die Gärten. Ich nahm mir gut 2h Zeit und genoss auch noch bei den Wassergärten auf einer Bank die spezielle Atmosphäre und Stille. Weil ich nach den zwei Besichtigungen genug Schloss für heute hatte, wollte ich bei der Vorbeifahrt noch einige Fotos von Chenonceaux schiessen. Es blieb bei einigen Fotos ab Postkarten im Souvenirshop. Denn 27 Euro Eintritt für ein paar Fotos waren mir zu viel. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Als ich noch per Booking.com das Hotel in Blois gefunden hatte, waren noch gut 50 km zu fahren. Heute kam das Motorradfahren etwas zu kurz. Die 50 km aber waren reinen Motorradfahrspass. Die Fahrt verlief von der Cher an die Loire, durch Wiesen und Wälder auf einer neu geteerten und kurvigen Strasse. Zuletzt führte die Strasse noch direkt an der Loire entlang. Seit dem Mittag stimmte auch das Wetter wieder. Gegen 1800h erreichte ich das Hotel. Nach dem üblichen Duschen, Skype und Arbeit an der Homepage, machte ich mich auf ins Dorf. Der Hauptaugenmerk galt dem Schloss. Als ich sah, dass 2230h eine “Son et Lumière” Vorstellung stattfindet, konnte ich nicht wieder- stehen. Wieder einmal musste ich feststellen, dass die Franzosen Meister in diesem Fach sind. Tageskilometer: 197 km - Total 5029 km  

Mittwoch, 11. Juni 2014

Heute fuhr ich um 0930h los. Ich war froh, dass ich die Garage ohne Mühe verlassen konnte. Der Road King stand in einer Garage, welche über eine hohe Bordsteinkante erreichbar war. Dazu war sie während ca. 15 m sehr eng. Links und rechts vom Lenker blieb nicht viel übrig. Zuhinterst konnte ich gerade noch mit Vor- und Rückwärtsbewegungen einparkieren, nicht ohne eine Ausgangstüre voll aufzuklappen zu müssen. Heute war der Ausgang frei, dh. ein Parkfeld gleich nach der Garage. Gestern noch musste ich zwischen 2 parkierten Autos aufs Trottoir fahren. Nach knapp einer halben Stunde sah ich das Schloss Chambord bereits durch die lange Anfahrtsallee. Bis ich beim Parkplatz war dauerte es noch einige Minuten und der Fussmarsch zur Kasse ist auch fast 1 km lang. Das Schloss war beeindruckend, genau das, was François I erreichen wollte und Ludwig XIV, der Sonnenkönig, vollendete. Über 2 h weilte ich beim Schloss. Danach folgte ich meiner Routenplanung, welche mich jeden Tag aufs Neue überrascht. Bei genauer Kenntnis der Gegend hätte ich wohl kaum schönere Routen wählen können. Kurz nach 1400h erreichte ich Sully sur Loire, das letzte östlich gelegene Schloss, welches noch als Loireschloss zum Welt- kulturerbe der UNESCO zählt. Ein kurzer Rundgang ums Schloss und dann gönnte ich mir noch einen halbstündigen Powernap im Schatten herrlicher Kastanienbäume. Um 1500h fuhr ich weiter. Dem Navi habe ich “Nach Hause” eingegeben. Weil das Wetter und die Strassen so toll waren fuhr ich bis gegen 2000h. Morgen bleiben mir noch ungefähr 350 km bis nach Hause.   Tageskilometer: 368 km - Total 5397 km  

Donnerstag, 12. Juni 2014

Das heutige Ziel war klar - wohlbehalten zu Hause ankommen. So fuhr ich um 0915h los. Meine Routenplanung “nach Hause” führte mehrheitlich über eine Nationalstrasse. So programmierte ich das Navi um, damit ich auf kleineren Strassen blieb. Die D9 führte mich nach Delle und bei Boncourt über die Grenze. Als es gegen Mittag ging, entschloss ich mich, meine Mittagsrast beim neuen Flugplatz in Pruntrut vorzunehmen. Danach fuhr ich über Lucelle und entlang der Lützel nach Laufen. Danach kurvte ich noch etwas im Basler Jura herum und ging bei Dietgen auf die Autobahn. Vor dem üblichen Stau am Gubrist verliess ich die Autobahn, um auf Nebenwegen gegen 1630h Greifensee zu erreichen.   Tageskilometer: 356 km - Total 5753 km (Tacho 6045 km)  
Ende der Reise